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26.09.2018
Jens Fischler



Warum YouTube häufig erste Wahl ist aber eigentlich nur die zweite Geige spielen sollte

YouTube ist als Video Plattform allgegenwärtig. Leider, zum Glück, wie auch immer man dazu steht. Facebook findet es nicht so prickelnd, da der Video Advertising Markt milliardenschwer ist und stetig wächst. Facebook möchte noch mehr verdienen und führt deswegen die Videoplattform Watch nun in Deutschland ein.

Facebook Watch in iPhone X

Sehr interessante Entwicklung und wir sind sehr gespannt, wie YouTube reagiert. Und vor allem, was sich für Publisher ändert. Wobei schon abzusehen ist: Auch Watch sollte für Video-Publisher bei der Monetarisierung nur die zweite Geige spielen.

Ein Fehler, den viele Publisher machen, ist, dass YouTube und Facebook Watch als Abkürzungen für einen schnellen Gewinn durch Video Advertising gesehen werden.

Zwar können Sie heutzutage auf solchen Plattformen durch Video-Anzeigen Geld verdienen, in den letzten Jahren ist dieser Prozess jedoch aufgrund des immensen Wettbewerbs langsamer und härter geworden.

Angesichts der Tatsache, wie oft YouTube (bzw. Google) seine Richtlinien für das YouTube-Partnerprogramm geändert hat, ist es äußerst schwierig geworden Videoinhalte zu monetarisieren.

Icon Video Monetarisierung

Aktuell ist es wirklich nicht die beste Idee, wenn man nach einem schnellen und einfacheren Weg zur Monetarisierung sucht. Über 1 Milliarde Menschen sind auf YouTube und Co. unterwegs. Und ja, man sollte dort unbedingt auch präsent sein. Nur eben etwas anders!

Goliath gegen Goliath. Aber was ist mit den vielen Davids, die brav YouTube und zukünftig Watch mit Content füttern, damit sie hoffentlich Abonnenten gewinnen, die dann hoffentlich loyale Kunden werden – oder bleiben – und zwar von YouTube oder Watch.

Hier ein paar weitere Argumente, warum man sich nicht blind auf YouTube und Co. einlassen sollte:

  1. YouTube kann die Regeln jederzeit ändern. Protest sinnlos, es ist YouTube egal.
  2. Kostenpflichtige Videos können nicht über YouTube gehostet werden, da alles veröffentlicht wird.
  3. Man kann kein Link Tracking hinterlegen, um festzustellen, woher die Besucher kommen.
  4. YouTube kann Suchfelder oder Anzeigen in Videos einfügen. Dies kann Nutzer von der eigenen Website wegführen. Unter Umständen zu Konkurrenten!
  5. Man hat keine wirkliche Kontrolle, wo das Video eventuell noch gezeigt wird (Stichwort Brand Safety).


Die Walled Gardens sollten nur Mittel zum Zweck sein, damit der Traffic auf das eigene Angebot geführt wird. Eine bestimmte Zeit das Video anteasern und dann den Traffic umleiten.

Teaser vor Video Screenshot

Und das ist es gar nicht so kompliziert. Entscheidend ist, dass der Video Content in einem CMS gehostet wird. Dann können die ersten Minuten oder Sekunden des Videomaterials, egal ob Live oder VoD, als Teaser bei den Walled Gardens veröffentlicht werden. Als CTA dann der Hinweis, dass der Rest des Videos auf der eigenen Domain weitergesehen werden kann. 3Q hat einige Kunden, wo dies bereits realisiert wird. Egal, ob mit Video Advertising oder hinter einer Bezahlschranke.

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