Eine kurze Geschichte des Videostreamings

Eine kurze Geschichte des Videostreamings

Eine kurze Geschichte des Video-Streamings

Mit YouTube und dem JWPlayer ging das Video-Streaming im großen Stil los. Me at the Zoo [2005, 184 Mio. Aufrufe], läutete eine Ära ein, die sich rasanter nicht hätte entwickeln können. Schnell stiegen auch andere ins Geschäft ein, scheiterten teilweise jedoch am Tempo. Die Entwicklung führte von einem 18 Sekunden-Clip in 240p-Auflösung, dessen Ladezeit die Spieldauer im Normalfall überstieg, hin zu Spielfilmen in 4K-Auflösung, die sofort abgespielt werden können.

Die Anfänge

Nachdem YouTube 2005 an den Start ging und bereits 2006 von Google gekauft wurde, kündigte sich eine neue Ära der Internetnutzung an. Auch andere Firmen wollten die neue Technik und den Hype um Video-Plattformen nutzen, um sich als Early Adopter, also Unternehmen, die diese damals noch neue Technik nutzen, zu etablieren. Erinnern Sie sich noch an Clipfish und MyVideo? Nur zwei der wenigen Anbieter, die nur kurzzeitig vom Hype profitierten. Mittlerweile bestehen neben Youtube nur noch wenige Plattformen mit ähnlichen Business-Modellen. Neben Dailymotion und Vimeo, die zu den Anbietern zählen, die es geschafft haben sich an die Spitze zu kämpfen, versuchen sich heute auch die großen sozialen Medien an eigenen Lösungen. Was den Content angeht, hat sich in den letzten 17 Jahren einiges getan. Heute schauen wir Videos mit 4K-Auflösung auf allen Smart-Geräten im Haus und das ganz ohne Ladezeiten.

Von langen Ladezeiten zum Binge-Watching

Zu Beginn der Videostreaming-Ära mussten Nutzer:innen länger auf ein Video warten, als das eigentliche Video lang war. Dies sorgte natürlich dafür, dass sich der Abruf der Inhalte in Grenzen hielt. Doch nur wenige Zeit später erkannte die Filmindustrie eine Möglichkeit, Filme und Serien über das Internet auf die heimischen Computer zu bringen und so mehr Umsatz zu erzielen. Anfangs bestand auch hier das Problem der langen Bufferzeiten, bis der Film letztendlich abspielbar war. Da immer mehr Anbieter sich auf das Filmstreaming spezialisierten, entwickelten sich schnell bessere Lösungen. Anfangs boten Plattformen wie Videoload, Maxdome und Premiere erste VoD-Angebote mit kleineren Flatrates – bis 2014 mit Netflix der erste Streaming-Gigant und auch Flatrate-Anbieter mit größerem Angebot in Deutschland startete. Seitdem trauen sich auch andere Studios und Nischenanbieter in den “Streaming War”. Disney+, Amazon Prime Video, Hulu & Shudder sind nur wenige der zahlreichen Anbieter, die Sie heute auf dem Markt finden. Selbst größere Medienmarken und Fernsehsender wie PLAYBOY, FREUNDIN oder funk bieten eigene Mediatheken mit zahlreichen Inhalten auf Abruf an.

Von langen Produktionszeiten zum Live-Streaming

Die letzte große Entwicklung entstand durch die Nutzung von Live-Events zahlreicher Anbieter:innen. Das Livestreaming tat sich schnell als eine Möglichkeit auf, nicht nur eine größere Reichweite zu erzielen, sondern auch Tickets an Zuschauer:innen zu verkaufen, die nicht vor Ort sind.

Der erste Livestream wurde bereits 1993 von der Band “Severe Tire Damage” über ein kleines Netzwerk ausgespielt. Daraus entwickelte sich nur schleppend ein größerer Markt. Erst 15 Jahre später, in 2008, startete YouTube mit YouTube Live ein größeres Angebot, das 2012 auch Felix Baumgartner beim Sprung aus dem All zeigte. Damals, vor zehn Jahren, jedoch noch mit stolzen zwanzig Sekunden Verzögerung. Heute ist das Livestreaming so ausgereift, dass sich die Anbieter hauptsächlich auf Lösungen zur Minderung von Latenzen konzentrieren. So können heute Livestreams mit minimalen Latenzen von bis zu gerade einmal einer Sekunde erreicht werden.

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